2. Vertrauen aufbauen und ausnutzen
Beim sogenannten “Social Engineering” manipulieren Angreifer ebenfalls unmittelbar auf psychologischer Ebene den Menschen und nicht auf technischer Ebene den Computer. Man könnte es auch mit sozialer Manipulation übersetzen. Dies kann telefonisch, per Chat, SMS oder sogar persönlich geschehen. Ein häufiger Trick ist es, dass die Betrüger sich als Mitarbeiter einer bekannten Firma oder als IT-Support ausgeben, um an sensible Informationen wie Passwörter oder Zugangsrechte zu kommen. Auch hier ist ein Virenscanner machtlos, da der Angreifer keine Schadsoftware nutzt und nicht auf technischer Ebene agiert. Um sich zu schützen, ist es wichtig, generell erstmal keine vertraulichen Informationen herauszugeben und solche Anfragen immer kritisch zu hinterfragen. In solchen Fällen nehmen sich die Betrüger oft viel Zeit, um Vertrauen aufzubauen. Es wird ein Gespräch geführt, in dem es anfangs vielleicht auch erstmal um ganz andere Dinge geht, bevor dann irgendwann der Betrug eingeleitet wird. Man kennt dieses Verfahren aus der “analogen nicht digitalen Vergangenheit” zum Beispiel von Heiratsschwindlern oder auch vom Enkeltrick. Diese Methoden werden mittlerweile auch angewendet, um an Passwörter oder andere Zugangsdaten zu kommen oder eine freiwillige Zahlung an die Betrüger zu veranlassen.